Waldbaden

Kennt ihr Waldbaden? Ich weiß garnicht wer den Begriff geprägt hat, ist auch egal. Waldbaden bedeutet genau das, im Wald baden. Den Wald mit allen Sinnen wahrnehmen. Ihn genießen, achtsam sein.

Mir wurde diese Woche Zeit geschenkt. Da die Sonne schien und ich auch gerade unterwegs war, überlegte ich, ob ich nicht in den Wald fahren sollte. Gedacht, getan. Ich machte mich also auf dem Weg in die Waldau. Das ist ein Waldgebiet in Bonn.

Wir waren schon häufiger dort mit den Kinder. Denn es gibt dort einen tollen Spielplatz, einen Walderlebnispfad und eine Gastro. Und jetzt wollte ich mal die Waldau für mich alleine erkunden und etwas ausgedehnter Spazieren gehen.

Die Sonne schien und es war auch nicht mehr sehr viel los, denn es war schon nach 18 Uhr. Da ich wirklich nichts dabei hatte, keine Kopfhörer, irgendwas zu lesen, gab es auch keine Ablenkung für mich. Ich öffnete alle meine Sinne.

Die Vögel zwitscherten munter, der Wind rauschte sanft in den Baumwipfeln. Es war angehmehm hell, aber nicht zu hell. Ich schaute mich um während ich spazieren ging und nahm eine Lichtung wahr, zu der sogar Holzstege führten. Das wollte ich mir näher ansehen.

Auf dieser Lichtung wachsen besondere Bäume. Sie sind schon sehr alt. Bisher waren sie mir tatsächlich noch nie aufgefallen. Ich glaube, es waren Buchen.

Ich ging in Ruhe weiter und versuchte weiterhin, die Ruhe die Bäume ausstrahlen auf mich wirken zu lassen. Ich finde, Bäume klingen tief. Als wenn ein tiefes „Oooohmmmm“ durch den Wald klingt. Ganz leise, ganz sanft. Ein hoher Ton passt nicht zum Wald. Ich merkte auch, wie ich langsam ruhig wurde.

Die Bäume, die Ruhe, animierten mich, noch mehr darüber nachzudenken, was mir gut tut und was ich gerne in nächster Zeit machen möchte. 2 Dinge sind dabei ganz oben auf meiner Wunschliste. Ich möchte gerne 1 Woche Intensivsprachkurs in Spanien machen und ich möchte meinen Jakobsweg zu Ende gehen. Die fehlenden 50 km….

Ich überlege noch was mir mehr bringt. Denn wenn ich gut spanisch kann, hilft mir das auch auf dem Jakobsweg. Ich habe mir sogar schon Sprachschulen rausgesucht die solche Kurse z.B. in Barcelona, Madrid, Alicante oder Ibiza anbieten. Die Preise liegen bei ca 600€ für 20 Stunden Unterricht plus 5 mal 1 Stunde Einzelunterricht, sowie Kost und Logis. Fehlt nur noch der Flug. Ich denke, mit 800€ bin ich gut dabei.

Deswegen werde ich jetzt jeden Monat Geld zur Seite legen um mir nächstes Jahr diese Eine Woche leisten zu können. Der Jakobsweg ist an sich nicht sehr teuer. Unterkünfte gibt es für 12-15€ die Nacht und Essen für Pilger in Restaurants für 5-10€. Das teuerste ist hier der Flug, denn die Ausrüstung habe ich schon zusammen.

Mir juckt es auf jeden Fall in den Füssen, es endlich zu Ende zu gehen. Und der Wald erinnerte mich sogar ein bisschen an meinen Weg letztes Jahr. Dort bin ich auch immer wieder durch sehr schöne Wälder gegangen.

Es hat mir wirklich sehr gut getan mir die Zeit für mich zu nehmen und Waldbaden zu praktizieren. Das schöne an der Waldau ist, sie ist sehr weit draussen. Straßenlärm ist an den meisten Stellen kein Thema. Man hört tatsächlich nur den Wald.

Ich habe mal gelesen, dass Waldbaden den Blutdruck nachweislich senkt und wenn man es regelmäßig macht, ähnlich wirkt wie Meditation. Der Körper fährt runter, erholt sich, der Geist öffnet sich, erholt sich aber auch. Das kann ich nur bestätigen. Ich habe mich gut gefühlt.

Und es war schön, auf Kleinigkeiten zu achten. Die Spiegelung der Sonne in einer Pfütze, die Rehe die halb verdeckt im hohen Gras lagen, die verschiedenen Vogelstimmen. Das alles ganz bewußt wahrzunehmen. Ich möchte das auf jeden Fall auf meine „Das tut mir gut“ Liste setzen und viel öfter und regelmässiger machen. Und wann badest du im Wald?

Weiterlesen

Was brauche ich denn eigentlich alles zum pilgern?

Es sind nur noch weniger als 3 Wochen bis es los geht. Meine äußerlichen Ausrüstungsvorbereitungen habe ich soweit abgeschlossen. Ich habe fast alles zusammen was ich brauche. Ich habe noch mal in Ruhe darüber nachgedacht was ich alles mitnehmen möchte. Was mir wirklich wichtig ist, und worauf ich auf keinen Fall verzichten kann. Und warum gehe ich den Jakobsweg jetzt eigentlich?

Damit wollte ich mich auch darauf besinnen, was brauche denn jetzt eigentlich und was kann zu Hause bleiben. Als ich darüber nachgedacht habe, kam ich zu meinem Ursprung zurück, nämlich gehen wollen. Gehen wollen mit einem Ziel am Ende. Nicht einfach nur einen Spaziergang. Eine Herausforderung dabei zu haben. Ich merke aber auch, dass langes Gehen für mich sehr meditativ ist und ich dabei sehr gut nachdenken kann.

Weiterlesen

Wandertag in der Eifel

Nach dem ich im letzten Jahr den Jakobsweg gegangen bin, packt mich regelmässig die Unruhe. Davor auch schon, deswegen bin ich ja auch spontan den Jakobsweg gegangen, aber sie ist nicht weg. Ich spüre es so richtig körperlich. Das tiefe Bedürfniss, mehr als 5 min irgendwo hin zu gehen. Einfach nur immer weiter zu gehen.

Nicht immer schaffe ich es, das zeitnah umzusetzen. Im Januar war ich dann mehr oder weniger spontan mit Bella in der Eifel. Ist ja jetzt auch nicht so weit. Das Wetter war optimal, kalt-trocken und mein Ziel lockte mich schon lange. Jetzt wollte ich es endlich mal besichtigen. Die NS-Ordensburg Vogelsang.

Weiterlesen

Mein 2019

Wie wohl die meisten anderen Menschen auch, habe auch ich mir Ziele für 2019 gesetzt. Und über deren Umsetzung und vielleicht auch Hindernissen dabei möchte ich auf dem Blog gerne schreiben. Meine Ziele für 2019 sind:

  • Ernährungsumstellung auf vegan
  • Kein unnötiger Konsum
  • Second Hand so oft es geht
  • Upcyceln von Produkten
  • Plastikmüll vermeiden
  • saisonal, regional einkaufen und kochen
  • ethisch und ökologisch einkaufen (auch Kleidung)
  • Auto so oft es geht stehenlassen
  • Produkte selbst herstellen

Eine schöne Liste finde ich. Bestimmt noch unvollständig. Ich bin gespannt. Zu jedem Punkt folgt bald ein Blogartikel und natürlich im Laufe des Jahres viele weitere.

Weiterlesen

Neues Jahr, neues Essen :-)

Das neue Jahr hat begonnen und ich habe beschlossen meine Ernährung zu ändern. Schon seit über einen Jahr lebe ich vegetarisch. Doch jetzt möchte ich komplett auf vegan umsteigen. Vielleicht denkt jetzt der ein oder andere, och nee, noch so eine Missionarin…. Ob ich das bin, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich habe gute Gründe um vegan zu leben und ich glaube, auf lange Sicht bleibt uns Menschen nichts anderes übrig als unser komplettes Essverhalten zu ändern. Ob jetzt jeder vegan leben muss, soweit bin ich noch nicht in meinen privaten Recherchen.

Aber ich bin überzeugt, das wir alle viel weniger Fleisch essen müssen, wollen wir diesen Planeten noch retten. Vielleicht werde ich hier auch mal darüber schreiben, welche Auswirkungen Fleischkonsum auf unser Klima und unsere Umwelt hat, aber eigentlich gibt es dazu schon ganz viel im Internet zu finden und ich muss nicht noch jemand sein der die Studien hier runterbetet. Wem es tatsächlich interessiert der kann gerne mal hier nachsehen :

Weiterlesen